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5 Reiterinnen und ihre Pferde trotzen dem Regenwetter…
Für den 30. Mai schrieb ich für die Regionalgruppe
Distanzreiter-Nordwest ein praktisches Training aus. Die Strecke plante ich
schon Tage im Voraus – viel flach, die schönsten Wege und natürlich mit der
Sandbahn an der Reuss. 11 Teilnehmer meldeten bis eine Woche vor dem Training an
– perfekt! Leider kam alles etwas anders als geplant. 6 Teilnehmer mussten wegen
verletzten Pferden, kaputten Anhängern und anderen Gründen absagen. Zudem kam
noch dazu, dass es in der Nacht vor dem Training zu regnen begann und einfach
nicht mehr aufhören wollte. Kurzfristig musste also die Trainingsroute umgeplant
werden – ein Reiten auf dem Sandweg bei so viel Regen war schlichtweg nicht mehr
möglich.Pünktlich trafen die vier Teilnehmerinnen und ich auf dem
Weyhölzli in Merenschwand ein. Der Landbesitzer Sepp Fischer stellte uns seine
Wiese gratis als Parkplatz zur Verfügung (an dieser Stelle vielen herzlichen
Dank!). Sibylle packte alle Halfter und Decken in ihr Auto und machte sich auf
den Weg auf die Strecke, um uns beim Vorbeireiten zu fotografieren. Bei
grausigem Regenwetter starteten wir also zu fünft auf die Trainingsstrecke.

Vor dem Start auf den Trainingsritt – v.l. Aïda mit Waniki,
Daniela mit Nelson, Jenny mit Natan, Claudia mit Celine, Sabrina mit Anika
Durch den Merenschwander-Wald gelangten wir bald nach Muri
und konnten dann im Murimoos nach einigen Trabsequenzen unseren ersten Galopp
geniessen. Alle Pferde waren ziemlich ruhig – dafür, dass die meisten unserer
Pferde dieses Jahr noch nicht viel in grösseren Gruppen gelaufen sind.
Nach rund 90 Minuten erreichten wir unser erstes Etappenziel.
Im Fahrer- und Reitertreff „Bar Soleil“ in Aristau (und zugleich Natan’s
Zuhause) konnten alle Teilnehmer ihre Pferde anbinden und decken und dann selbst
einen kleinen Happen essen und trinken. Die Pferde standen total ruhig (ausser
Natan, der den halben Platz umbuddelte und einen Metall-Kübel durch die Gegend
warf *räusper*), während die Reiter sich die kurze Pause gönnten.
Die zweite Etappe führte uns von Aristau bis Hagnau am
Reusskanal entlang. Da die Kieswege von oben fleissig gewässert wurden, waren
sie mehr als nur einladend für eine schnellere Gangart. Praktisch alles legten
wir auf dieser Strecke im ruhigen Galopp zurück. Einige Teilnehmer waren so
begeistert, dass das Grinsen bis zu den Ohren ging und lange anhielt. Halbwegs
auf dieser Strecke gab Petrus nochmals Vollgas, was den Niederschlag anging. Als
diese Flut von Regen und hagelähnlichen Partikeln begann, bremsten alle Pferde
und wendeten sich von der Regenrichtung ab. Und dies machten alle gleichzeitig –
es hätte schon fast eine einstudierte Zirkusnummer sein können… Aber wir liessen
uns die Laune nicht verderben und ritten weiter. Zwei von uns stimmten dann
sogar noch ein „we’re singing in the rain…“ ein…

Galoppsequenz bei strömendem Regen – aber die gute Laune von Pferd und
Reiter bleibt
In Hagnau bogen wir vom Reusskanal ab und ritten den Hügel
hoch. Rund einen halben Kilometer vor unserem Ziel kam es dann – zwischen den
Wolken öffnete sich ein Loch, blauer Himmel und Sonnenschein kam zum Vorschein
und es wurde warm. Na eben, ich habe doch schönes Wetter bestellt, nur hatte die
Lieferung wohl etwas Verspätung…Wir erreichten das Weyhölzli nach rund 3 ½ Stunden und 28
Kilometer (inkl. dem kurzen Pausenstopp), bei Sonnenschein – welcher leider
nicht sehr lange hielt. Bis die Pferde im Anhänger versorgt waren, begann es
nämlich schon wieder zu regnen.
Das Training mit den vier Teilnehmern war toll und alle
versprachen, bald wieder einmal mit ihren Pferden ins Freiamt zu kommen und mich
auf ein Training zu begleiten
J
Danke an Sepp Fischer für das zur Verfügungstellen des
Parkplatzes, danke an Thomas Kälin für die Gastfreundschaft in der „Bar Soleil“
und danke an Sibylle Commons für das Herumfahren von Material und das
Fotografieren!
Text: Jenny Commons, Fotos:
Midnight-Designs, Sibylle Commons
©
Midnight-Designs |