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Limmattaler 2007 - Toni
Samstagmorgen, wir
sind früh dort, um Toni Zeit zu
lassen. Er benimmt sich etwas büfflig, aber eigentlich noch brav.
Tierarztkontrolle: TA findet den Herzschlag nicht, da er ihr jedoch in
die Ohren prustet, deklariert sie ihn als lebendig. Puls in der Ganasche
40. Vortraben: Schritt nach hinten, schön, zurücktraben, gaaaanz
langsam, aber wunderschön schwebend, TA meint: boah.... Alles i.O.
Zurück über die Wiese, Toni
versucht mal abzuhauen, schleickt Jenny mal einige Meter quer über die
Wiese (wir können Galopptraversalen!!!). Sie lässt nicht los, bravo.
Fribi denkt: blödes Spiel, hör ich wieder auf damit, Chefin benutzt nun
die mitgenommene Führkette.
Langes Grasen, das beruhigt. Beim Satteln alles Bestens, danach zum
Gehorsamparcours. Dort ist Jenny wunderschön ruhig mit
Toni, eine Freude zum Ansehen, 8
Strafpunkte wegen Beine aus Kreis und Pylon verschoben, aber alles
völlig cool.
Start mit Kollegin mit CH-Stute: Toni
trabt gleich mal flüssig weg, ich fahre zum Groompunkt (KM 13).
Nach einer Stunde: Überraschung, sie kommen ja schon,
Toni im ruhigen aber flüssigen
Galopp! Uiuiui.... Jenny meint, sie hätte die ersten 5 km eine schärfere
Trense gebrauchen können, mit Geschnorchel, Gequietsche, Gebocke und
Judihui wollte er offenbar einem Araberli nach.... (Liebe auf den ersten
Blick oder einfach jugendlicher Übermut?)
Die zwei Mädels reiten weiter, zurück zum Ziel. Nach nicht mal 10
Minuten über der Idealzeit sind sie dort, das ist eine riesige
Überraschung! Jenny meint, nach KM 15 hat’s
Toni erwartungsgemäss verblasen,
die letzten 10 km musste sie ihn recht treiben und motivieren.
Nun Kühlen, Herumführen, Vetgate. Puls 48, super, diesmal schlägt
offenbar das Herz wieder an der richtigen Stelle..... Dann Vortraben:
oha, Fribitier nimmt sein Denkzentrum in Betrieb (nie gut): TRABEN?
NEIN! BIN MÜDE! WILL NICHT! Nach viiiiiiiel Ermutigung einige
Trabschritte, gaaaaanz langsam. Vorne unregelmässig, glaubt der TA.
Hufschuhe abziehen, könnte ja ein Stein drin sein, aber nein. Also,
nochmals vortraben. Aber der hat ja nun keine Schuhe an, Vortraben auf
Kiesweg? Ich beruhige den TA, FALLS das Pferdchen nochmals trabt, dann
auch ohne Schuhe. Nun schauen bereits drei Tierärzte zu, wie Jenny den
Toni Schlafmütz NICHT in den Trab
bekommt....
Wieder viel verbale Hilfe, dann klappt’s dann in etwa. Nein, läuft recht
gut, okay, Vet bestanden! Hurra, Toni
hat seinen ersten Distanzritt erfolgreich absolviert, schneller als 12
km/h, also auch die erste Quali.
Beim Einsteigen in den Anhänger muss die Rampe ja furchtbar steil
ausgesehen haben, Fribi denkt wieder mit: zu steil, bin tot. Klaps auf
Allerwertesten, okay, dann halt rein. Den ganzen Heimweg Totenstille,
beim Aussteigen muss ich ihn fast tragen, dann wird er gewaschen (iiik,
nass, pfui), Beine gekühlt, gefüttert. Ab in den Stall, Fribi plötzlich
wieder von den Toten auferstanden, im Stechtrab mit Kopfgeschüttel ab
auf die Weide!
Vermutlich gab’s dann noch ein paar Strafpunkte für das Nichtantraben,
schliesslich war’s ja ein KLP, das war ja schon eher ein gröberer
Nichtgehorsamvorfall! Aber wir sind stolz auf den Bubi, er hat das super
gemacht. Und ein riesiges Bravo an Jenny, die es überhaupt in Betracht
gezogen hat, mit dem Faultier zu starten, und dann so eine
Spitzenleistung hingelegt hat!
Text: Sibylle
Commons
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