|
Uerkheim 2009
Mit Freude erwartete
ich den 30. Mai, denn an diesem Datum fand der Uerkheimer Distanzritt
statt.
Da Natan fleissig trainiert wird für den EVG4 in Fehraltorf, meldete ich
den kurzen Ritt, von der
Regionalgruppe Aargau, mit dem Pferd meiner Freundin an; Lastoria de
Dussac, eine zehnjährige Traberstute.
Schon ziemlich früh
erreichten wir (mein treuer Groom Sibylle, Lastoria und ich) das
Turniergelände in Uerkheim. Es war frisch, stürmte jedoch nicht so
schlimm wie es dies bei uns zu Hause getan hatte.
Kurz nach 8 Uhr
stellte ich Lastoria in der Vorkontrolle vor. Sie nahm es total
gemütlich – erstaunlich ruhig,
für das, dass dies erst ihr zweiter Distanzritt ist. Ich muss an dieser
Stelle vielleicht noch erwähnen, dass
Lastoria bis vor zwei wenigen Jahren noch aktiv im Trabrennsport war.
Die Vorkontrolle
verlief tadellos mit einem Puls von 42. Bis zum Start nahmen wir uns
genügend Zeit und warteten noch auf unsere zwei Begleiterinnen Bettina
(mit Casandra) und Gina (mit Celine).
Gemütlich konnten wir also Lastoria satteln und warmreiten. Wie es sich
zu uns gehört, wurde natürlich
in grün gestartet.
Kurz vor 9 Uhr
starteten wir sechs „Weiber“ gemütlich auf die 25 Kilometer lange
Strecke. Ich hatte
keinerlei Ambitionen, da es der erste gemeinsame Start von „Meitschi“
und mir war. Das Ziel war
lediglich durchkommen (bekanntlich ist ja auch durchgekommen =
gewonnen).
Schon kurz nach dem
Start, hörten wir von hinten zwei Pferde näher kommen. Wir ritten also
hinter-
einander und liessen die beiden an uns vorbei. Wow, ich war richtig
erfreut, wie gelassen Lastoria
das ganze nahm. Lediglich der erste Galopp meiner Mitreiter veranlasste
sie dazu, einen Luftsprung und
einen Quitscher von sich zu geben. An Galopp war mit ihr nicht zu
denken. Ich habe sie zwar auch schon unter dem Sattel galoppieren sehen,
aber sie würde für einen ruhigen Galopp unter dem Sattel sehr viel
Energie aufbringen müssen. Also liessen wir das gleich von Anfang an.
Einige Kilometer vor
dem Ziel überholte uns ein Pulk von zügigen Reitern im Galopp. Das war
dann wohl
doch etwas zuviel für Lastoria und sie kam ins Rennfieber. Während die
anderen Reiter hintereinander
ruhig den Hügel hoch galoppierten, streckte Lastoria ihre Beine kräftig
aus und überholte sämtliche galoppierenden Reiter im Renntrab. Ich habe
da nicht schlecht gestaunt und die überholten Reiter auch nicht, als sie
mit totaler Leichtigkeit enorm Boden gut machte. Kaum waren wir vorbei
wurde sie langsamer und schien das absolut genossen zu haben. Wow, das
war ein tolles Gefühl!
Den letzten
Kilometer haben wir im Schritt genommen, da ich nicht wusste, wie sie
beim Emu-Stall reagieren würde. Die Emus hat sie jedoch glücklicherweise
nicht gesehen. Nach 2 Stunden und 21 Minuten kamen wir gemütlich im Ziel
an. Nun hiess es nur noch: DURCHKOMMEN.
Nach 17 ½ Minuten
zeigten wir sie beim Tierarzt vor. Der Schlusspuls betrug 44. Wir waren
total (positiv) überrascht, da Lastoria ansonsten immer einen relativ
hohen Puls hatte. Die Gänge waren auch
in Ordnung und erhielten ein „A“ in die Checkkarte. Juhu, wir waren
durchgekommen! Zwar nur mit
einem Tempo von 10.57 km/h, aber für ihren zweiten Ritt hat Meitschi das
super gemeistert!
Danke dem OK und der
Regionalgruppe für das Organisieren des Rittes und des Workshops!
©
Midnight-Designs |